Ruf der Träume

Von der Suche nach der Bedeutung zum Finden im Erleben. 

Der Schlüssel zum Traum ist der naive, von Absicht unverstellte Blick. Er sucht nicht nach einer Bedeutung, sondern nimmt achtsam die innere Resonanz auf die Traumbilder und Symbole wahr.

Das  emotionale "Berührt-Sein" ( in jeder Richtung) und die damit verbundenen Körpermarker ( Antonio Damasio), werden dabei zu einer Orientierung, jenseits von Interpretation und Deutungsversuchen. Anstelle der Absicht den Traum intellektuell verstehen zu wollen, was schlichtweg nicht möglich ist, wenden wir uns dem Traum in einer Haltung neugierig interessierter Achtsamkeit zu. Achtsamkeit verfolgt keine Absicht sondern nimmt schlicht wahr. Das schärft die Präsenz und lässt Raum für spontane Einfälle und Wahrnehmungen aller Art, die man bei einer stringenten, an einem greifbaren Ergebnis orientierten Vorgehensweise nicht wahrnähme, geschweige denn Bedeutung zuspräche, ja, sie sogar als störend empfände. 

In der Welt der Träume führt gerade das flüchtig erahnte und vage phantasierte weiter als der Anspruch etwas genau wissen oder verstehen zu wollen. 

Hier tun sich die meisten zunächst schwer, da wir an die Welt der Fakten gewohnt, leicht über flüchtig erahntes hinweggehen und ihm ohnehin meistens keinen Wert zumessen. Der Traum aber ist seiner Natur nach ein Bote des Unbewussten und einer Wirklichkeit in uns, die hinter unserer bewussten Weltanschauung und Einstellungen verborgen liegt. Gerade deswegen ist er eine so ergiebige Quelle für Orientierung, Weiterentwicklung und Lösungen aller Art. Der Traum steht nicht für sich alleine, sondern im direkten Zusammenhang mit der aktuellen Lebenswirklichkeit des Träumenden.

Das "nicht verstehen" skurriler und chaotischer Traumbilder will dabei ausgehalten werden. Es geht vielmehr darum die Symbole spürend im Erleben zu erschließen. Dabei führt die Frage: " Womit komme ich in Kontakt? "  weiter als die berechtigte Frage: " Was soll das bedeuten? ". Das klingt im Übrigen schwieriger als es tatsächlich ist. 

Die Grammatik moderner Traumarbeit lässt sich erlernen  

Sie ist uns leichter zugänglich als allgemein verstanden worden ist. Im (Wieder-) Erleben der Träume beginnt sich der Sinn ganz von selbst zu entfalten und wird dabei sinnlich spürend und in intuitiver Erfassung des seelischen Gehalts, mehrdimensional erlebt. Eine klare Gewissheit breitet sich aus. Der Anschluss des Bewusstseins, an die nach Regeneration und Wachstum strebende Natur in uns, ist geglückt. Dieser Zustand wird von Vielen als ein "bei sich ankommen" beschrieben und ist neben der geistigen Klarheit auch mit energetischen körperlichen Empfindungen verbunden. 

Die Folge ist die Wahrnehmung einer natürlichen und damit dynamischen inneren Ordnung  und Orientierung, sowie eine klares Gespür für das "Jetzt" im Leben stimmige. Wer den natürlichen Zugang zu seinen Träumen wiedergefunden hat, unterstützt damit die körperlich-seelische Selbstregulation und erlebt  einen Zuwachs an Energie, Lebendigkeit und Kreativität. 

Die Effekte einer erlebnisorientierten Traumarbeit wirken durch alle Lebensbereiche hindurch. 

Der Umgang mit täglichen Herausforderungen wird elastischer dadurch, das die sich ständig vollziehenden seelischen Reifeprozesse, sich durch bewusste Hinwendung zum Traum, flüssiger gestalten. Das ist, nebenbei bemerkt, die wünschenswerteste aller Auswirkungen gelungener psychologischer Arbeit. Es geht dabei immer darum die Innensteuerung und die Gestaltungskräfte des Menschen zu stärken, alles weitere Wissen ist in seiner Natur bereits gegeben und bietet seinerseits immer wieder den Kontakt zum Bewusstsein an. Das tut es in Form von Träumen, Phantasien, Einfällen, Empfindungen, Gefühlen, Symptomen und auch Krankheiten. Allesamt Faktoren die sich dem Begreifen durch Logik im technischen oder ethisch moralischen Sinne entziehen. 

Den Intellekt an der "richtigen" Stelle gebrauchen

Unsere kognitive Kompetenz kann uns helfen, uns dem irrationalen auf die rechte Weise zu nähern, indem wir sinnvolle Haltungen einnehmen und Methoden und Werkzeuge nutzen die der maximalen Entfaltung der Traumsymbole förderlich sind. Das prozesshafte Vorgehen dabei ist in mancher Hinsicht dem künstlerischen Prozess verwandt. "Ich suche nicht, ich finde" bemerkte Picasso einmal als er seine Arbeitsweise beschrieb. Die Voraussetzung dafür ist ein "Einlassen" auf die aktuell konstellierten Kräfte in uns. Die therapeutische Erfahrung lehrt: Das ist der Traum, ein Abbild des inneren Kräftespiels. Die vorhandenen psychologischen "Landkarten", beispielsweise die von C.G. Jung und Roberto Assagioli  können uns bei der Erkundung der Traumwelten als Begleiter dienen, wie etwa ein Bergführer der sich im Gelände zurechtfindet und über Kompass und Karte verfügt …

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